Wohngeld

» Was ist Wohngeld?

Wohngeld ist ein finanzieller Zuschuss zu den Unterkunftskosten an Personen mit geringen Einkünften zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen u. familiengerechten Wohnens. Näheres regelt das Wohngeldgesetz (WoGG).

Es kann Wohngeld in Form von Mietzuschuss für Mieter oder Untermieter einer Wohnung / eines Zimmers gezahlt werden

oder

Wohngeld in Form eines Lastenzuschusses für Wohnungs- / und Hauseigentümer.

nach oben

» Wer kann Wohngeld beantragen?

Mietzuschuss kann erhalten, wer:

  1. Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers,
  2. Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes,
  3. Inhaber eines mietähnlichen Dauerwohnrechtes,
  4. Eigentümer eines Mehrfamilienhauses ist.

Lastenzuschuss kann beantragen, wer:

  1. Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung,
  2. Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechtes ist.
nach oben

» Bin ich vom Wohngeldbezug ausgeschlossen?

All die Personen, die im Bezug von anderen Sozialleistungen stehen in denen bereits Kosten für die Unterkunft berücksichtigt wurden, können kein Wohngeld erhalten.

Dies sind insbesondere Empfänger von Leistungen:

  1. des Arbeitslosengeldes II
  2. der Grundsicherung
  3. der Hilfe zum Lebensunterhalt und
  4. des Asylbewerberleistungsgesetzes
nach oben

» Wann kann ich Wohngeld erhalten?

Ob Sie Wohngeld erhalten können, hängt von drei verschiedenen Faktoren ab:

  1. von dem Familieneinkommen,
  2. von der Anzahl der Haushaltsangehörigen,
  3. von der Höhe der zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen.
nach oben

» Das Familieneinkommen

Ist das maßgebliche Jahreseinkommen aller Familienmitglieder, die dauerhaft in dem Haushalt leben, aber auch das Einkommen derjenigen, die sich z.B. auf Grund einer Ausbildung, wegen Zivil- oder Wehrdienst oder wegen Krankheit vorübergehend nicht im Haushalt befinden.
Familienmitglieder sind neben Eltern und Kindern, auch Geschwister, Onkel, Tante, Schwiegereltern, Schwager, Schwägerin usw.

Zum Jahreseinkommen gehören grundsätzlich alle positiven Einkünfte, vor allem:

  1. Gehälter, Löhne
  2. Gewinne aus Land- u. Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb + selbständiger Arbeit
  3. Arbeitslosengeld I, Krankengeld
  4. Renten (Altersrente, Witwenrenten, Betriebsrenten usw.), Ruhegelder u. Waisengelder
  5. Unterhaltszahlungen
  6. Kindergeld, Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld usw.
  7. Ausbildungsvergütungen der Kinder, sowie Berufsausbildungsbeihilfen und BaföG der Kinder
  8. sowie Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung
  9. und Zinsen

Höhe der zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen:

Unterkunftsaufwendungen können nur dann in voller Höhe berücksichtigt werden, wenn Sie die im Wohngeldgesetz für die jeweilige Region festgesetzten Höchstbeträge nicht übersteigen.

Unterkunftsaufwendungen sind:

  1. Das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung von Wohnraum auf Grund eines Mietvertrages = Miete
  2. Bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen werden die Aufwendungen für den Kapitaldienst (Zins +Tilgungsleistungen) und die Bewirtschaftungskosten, als Belastung berücksichtigt.

Nicht dazu gehören z.B.:

  1. Kosten für die Heizung und Warmwasserversorgung
  2. Vergütungen für die Überlassung von Möbeln, Kühlschränken usw.
  3. Vergütungen für die Überlassung einer Garage

Übersteigen die reinen Mietkosten den Höchstbetrag, so kann nur der Höchstbetrag als  Unterkunftsaufwendung berücksichtigt werden.

Diese Höchstbeträge bemessen sich nach:

- der Mietenstufe für die jeweilige Region und
- der Anzahl der Familienmitglieder.

Bei der abschließenden Wohngeldberechnung, werden dann die zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen, dem Familieneinkommen (unter Berücksichtigung der Anzahl der Familienmitglieder) gegenübergestellt.

nach oben

» Wie kann ich Wohngeld beantragen?

Um Wohngeld erhalten zu können, müssen Sie zwingend einen schriftlichen Antrag stellen.

nach oben

» Antrag?

Wo erhalte ich den Antrag?

Den Antrag auf Wohngeld erhalten Sie bei der Wohngeldstelle, Ihrer zuständigen Verbandsgemeinde oder Sie finden ihn hier im rechten Abschnitt.

Wo muss ich den Antrag abgeben?

Sie können den Wohngeldantrag bei Ihrer Wohngeldstelle, oder Ihrer zuständigen Verbandsgemeinde einreichen.
Hinweis: Geben Sie ihn bei Ihrer Verbandsgemeinde ab, erspart dies Zeit u. unnötigen Verwaltungsaufwand.

Wann sollte ich den Antrag stellen?

Wichtig ist, dass Wohngeld erst ab Beginn des Monats gezahlt wird, in dem der Antrag auch tatsächlich bei der Verwaltung (Verbandsgemeinde oder Wohngeldstelle) eingeht.

Wer stellt den Antrag?

Grundsätzlich ist der Antrag vom Haushaltsvorstand zu stellen.
Empfänger von Hartz IV deren Kinder kein ALG II erhalten, können für ihre Kinder einen Wohngeldantrag stellen.

Wie lange wird Wohngeld bewilligt?

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt, wobei im Einzelfall Abweichungen möglich sind.

nach oben

» Was gehört noch zum Antrag?

Zum formellen Antrag benötigen wir noch:

Mietzuschuss

Lastenzuschuss

Mietbescheinigung

Wohnflächenberechnung

Eine Kopie des Mietvertrages

Nachweis über die Tilgungsleistungen durch Bescheinigung der Bank

Aktuelle Einkommensnachweise aller Familienmitglieder, Verdienstbescheinigung

Evtl. Bescheid über die Eigenheimzulage oder sonstige Fördermaßnahmen

 

Aktuelle Einkommensnachweise aller Familienmitglieder, Verdienstbescheinigung

nach oben

» Ansprechpartner

Anja Baumann
Telefon: (+49)2602 124-349
Email: Anja.Baumann[at]westerwaldkreis.de

Lisa Nilges
Telefon: (+49)2602 124-470
Email: Lisa.Nilges[at]westerwaldkreis.de

Tim Sturm
Telefon: (+49)2602 124-486
Email: Tim.Sturm[at]westerwaldkreis.de

nach oben

Die Vordrucke erhalten Sie hier unter der Rubrik Vordrucke, bei der zuständigen Verbandsgemeinde oder Ihrer Wohngeldstelle.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema Miet- oder Lastenzuschuss haben, so wenden Sie sich an die Wohngeldstelle der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises.

Diese wird Ihnen gerne behilflich sein.